Niko Kovac und der Mord an der Geschäftsethik im Profifussball


Authentisch, ethisch und hohe Werte vertretend, ehrlich vor allem, astreine Kommunikation, Vertrauen, Freundschaft, Professionalität – das alles schrieb man ihm zu und all das zerstörte er angeblich an nur einem Tag. Doch nichts ist mehr glaubwürdig, was gesprochen wird. Nichts. Auch wenn der Profifussball schnellebiger ist denn je – so schnell wurde noch nie ein Vorbild zum Mahnmal.

Das seltsamste an der Diskussion in der Öffentlichkeit ist jedoch die Zielscheibe der Enttäuschung: der FC Bayern.

Zwar agiert der arg hemdsärmlig wirkende Salihamicic stil- und respektlos, jedoch steht er den Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt nicht so nahe, wie der zweite Akteur, der zu solchen Deals immer dazugehört, in diesem Fall Niko Kovac. Schliesslich ist er es, der ein Arbeits- und auch angeblich ein riesiges Vertrauensverhältnis zu den Verantwortlichen der SGE und auch zu seiner Mannschaft hat. “Im Herzen werde ich immer ein Adler sein” sagte er noch vor einigen Wochen. Er stand bei den Hessen im Wort. Hier lagen die sehr viel engeren Bande als zwischen dem FCB und der SGE und somit liegt auch die größere Verfehlung bei Niko Kovac.

Zu einem größeren Verein zu wechseln – ja, klar. Aber nicht auf diese Weise. Ablauf, Verhalten, Kommunikation und Öffentlichkeitsansprache sind schlichtweg eine Täuschung und ein auf den Arm nehmen des gesamten Frankfurter Umfeldes. Bei allem, was Niko Kovac sportlich zu verdanken ist, mit diesem Verhalten hat er sich selbst demontiert. Sollte er bei den Bayern scheitern, bleibt ihm dann nur noch ein Verein, der aus lauter Verzweiflung bei den charakterlichen Werten nicht so genau hinsieht.

Ich wünsche Fredi Bobic ein gutes Händchen bei der Suche nach einem neuen Trainer mit größerer Integrität.

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